
HISTORIE

"Es war einmal vor langer Zeit..."
Ortsgründung
- Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1237.
- Alte Pfarrkirche St. Peter und Paul im Ortskern, daneben die neuere Pfarrkirche Heilig Kreuz.
- Wander- und Radwege führen durch die Gemeinde, die vom Pfälzerwald-Verein gepflegt werden.
Die Ritterzeit und die Burgruine Gräfenstein
Die Ritterzeit, auch als Hochmittelalter bekannt, war geprägt von Burgen, Rittern und dem Leben in einer streng geordneten Gesellschaft. Zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert entstanden in Mitteleuropa zahlreiche Burgen, die nicht nur Wohnsitze des Adels waren, sondern auch Verteidigungsanlagen und Symbole der Macht. Ritter spielten in dieser Zeit eine wichtige Rolle: Sie dienten ihren Herren als bewaffnete Kämpfer, lebten nach dem Ehrenkodex der Ritterlichkeit und nahmen an Turnieren oder Kreuzzügen teil.
Die Burgruine Gräfenstein bei Merzalben in der Pfalz ist ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Epoche. Sie wurde um 1237 erstmals urkundlich erwähnt und diente den Grafen von Leiningen als Herrschaftssitz. Die Burg war strategisch günstig auf einem Felsen errichtet, von dem aus man das umliegende Tal gut überblicken konnte. Charakteristisch ist der siebeneckige Bergfried, der bis heute einzigartig in Deutschland ist. Von hier aus konnte man Feinde frühzeitig erkennen und die Burg verteidigen.
Im Mittelalter war die Burg nicht nur militärischer Stützpunkt, sondern auch Verwaltungszentrum. Bauern und Handwerker der Umgebung standen unter dem Schutz der Burg und mussten im Gegenzug Abgaben leisten. In Kriegszeiten bot die Burg der Bevölkerung Zuflucht.
Heute ist die Gräfenstein-Burg eine Ruine, die aber noch gut erhaltene Mauern, Türme und den Burghof zeigt. Sie vermittelt anschaulich, wie das Leben im Mittelalter organisiert war – zwischen Schutz, Macht, Alltag und dem Rittertum. Ein Besuch der Burgruine ermöglicht einen lebendigen Einblick in die Welt der Ritter und Burgherren.

Beliebtes Motiv

Zeugnis der Epoche
Älteste Häuser & historische Beschilderungen




Die "Gräfensteiner Holzrechte"
Bewährtes sollte man nicht ändern...
Die Gräfensteiner Holzrechte sind Jahrhunderte altes Recht. Solche Rechte verfallen allerdings, wenn Sie bestimmte Zeit nicht mehr ausgeübt werden.
Um die Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen und die Rechte zu sichern, sind Verbandsbürgermeister Becker und der Merzalber Bürgermeister Benno Schwarz die Sache angegangen.
Nachdem eine Einigung mit dem zuständigen Forstamt nicht möglich war, konnten mit Hilfe des Pirmasenser Rechtsanwaltes Dr. Neuberger in längeren, nicht immer ganz leichten Verhandlungen mit den Landesforsten, nun folgende Absprachen getroffen werden, mit der die Erhaltung der Gräfenstein Holzrechte nachhaltig gesichert wird.



